Vorstellung des 6 Konten-Modells

Du brauchst eine konkrete Idee, wie du ein 6 Konten-Modell in dein Leben umsetzen kannst? Und du lebst in Deutschland, brauchst also deutsche Bankenideen? Bitte schön – gern geschehen :). Im Juli 2018 war ich auf dem 3 tägigen Millionaire Mind Intensive (MMI) in Hamburg und da haben wir das nochmal vorgestellt bekommen. (Siehe Folge #12.1. I4G)

Warum macht ein 6 Konten-Modell Sinn?

Klarheit und Messbarkeit = du verlierst die Angst und das Risikogefühl, weil du siehst was mit deinem Geld so passiert.

Analyse und Änderungsmöglichkeiten = du kannst dein Verhalten ändern, wenn du magst => Sicherheit und finanzielle Freiheit :).

Du kannst natürlich auch ganz viel nach deinen Wünschen an diesem Modell verändern (Kontenname, Bank, % Verteilung). Mein Vorschlag ist, probiere es erstmal genauso, wie nachfolgend beschrieben und wenn es dann nicht funktioniert, DANN kannst du an dem System rumschrauben.

Meine Idee für die Umsetzung des 6 Kontenmodells in das echte Leben ist folgende:

  1. Klarheit bekommen über Geldströme mit Tracking App
  2. Übersicht, Planung und Optimierungspunkte über Excel Tabelle
  3. Analyse deines aktuellen Verhaltens + Ist Tracking der Geldströme über eine App (du brauchst dadurch weniger als 6 physische Konten – siehe weiter unten)
  4. Kontenstruktur (angepasst auf dein jetzt Leben)
  5. Optional + sehr empfehlenswert: Dran bleiben über physische Glas Jars
Der allererste Schritt ist das darüber klar werden, wie genau deine Geldströme sind.

 

1. Geldströme erkennen

Dazu schlage ich vor, dass du dir einen Monat lang einmal alle Einnahmen und Ausgaben die du wirklich tätigst in deinem Handy trackst. Oder kannst du dich noch daran erinnern, was du vor 1 Woche zum Mittagessen hattest, ohne es aufgeschrieben zu haben? Eben :).

 

Folgende Reflexionsfragen darfst du dir stellen:

  1. Wieviel Geld bekommst du im Monat?
  2. Von woher?
  3. Auf welches Konto geht das Geld?
  4. Wie zahlst du in der Regel (Karte, Bar, Kreditkarte?)
  5. Wieviele Konten hast du?
  6. Welche Versicherungen hast du? Brauchst du die auch wirklich? SIMPLIFY YOUR LIFE! – Wo hast du Einsparpotential? (Einfach mal durchgooglen – dazu gibt’s super viel! Bsp: Finanzrocker – Welche Versicherungen brauche ich wirklich)

Wichtig dabei ist, dass du wirklich alle Geldströme verzeichnest, egal ob du bar bezahlst, mit Karte oder ob der Betrag direkt von deinem Konto eingezogen wird.

Mein Vorschlag ist, die Handy-App AndroMon€y
Hier kannst du dir deine Kategorien, also die Kontenstruktur (unten vorgestellt) selber erstellen und zu jeder Ausgabe auch noch Notizen machen.

Der Vorteil ist, dass du deine App danach auch als Messinstrument für die Einhaltung der Geldkonten Struktur nutzen kannst. Du  erschlägst also 2 Scheinchen mit einer App ;).

Du kannst natürlich auch eine andere Geld Tracking App nehmen. Wichtig ist nur, dass du die Kategorien beschriften und selber wählen kannst.

Ich packe die hier ein YouTube Video mit der Präsentation verschiedener Tracking Apps in den Post.
Yotube – Präsentation verschiedener Tracking Apps

2. Übersicht, Planung und Optimierungspunkte über eine Excel Tabelle

Der zweite Schritt ist jetzt, dass du am Ende des Monats für den nächsten Monat die ganzen Informationen, die du gesammelt hast in die Excel-Tabelle ein pflegst.

KOSTENLOSES TEMPLATE – I4G Finanz Tracking Excel File – DOWNLOAD KLICK HIER

Fülle einfach also erstmal aus was hast du alles für Verbindlichkeiten bzw. regelmäßige Zahlungen, wofür gibst überall Geld aus. Dazu ordnest du deine täglichen Ausgaben den bestimmten Kategorien zu. Anhand meines Beispiel siehst du ja wo welche Ausgaben hinkommen könnten. Natürlich ist das bei mir nur ein Beispiel. Es macht auf jeden Fall Sinn, dass du dir deine Ausgaben aus dem Monat anschaust und für DICH definierst, welche deiner Ausgaben in welche der 6 Kategorien gehören. Das heißt du definierst diese Konten erstmal für dich.

Vorstellung der MMI 6 Konten Struktur

Klar kannst du den Konten auch andere, z.B. deutsche Namen geben. Hauptsache, das Konto heißt dann bei dir auf allen Ebenen überall gleich.

Nec 55% = Necessities (alles Notwendige: Miete, Versicherungen, Lebensmittel, Klopapier, Tanken, weitere Ausgaben deiner Wahl)

FFA 10% =Financial Freedom Acount. Das ist dein wichtigstes Konto. Dieses Geld nutzt du für INVESTMENTS. Nicht für Kleidung, Urlaub, Restaurant oder sonstiges, sondern dafür, dein Geld zu vermehren! Risikoarme & Renditenreiche Investments. Dein Geld soll wachsen!

Eine % Verteilungsidee könnte sein: 70% niedrige Risikoanlagen, 20% Mittlere Risikoanlagen, 10% Hochrisikoanlagen.

LTSS 10% = Long Term Savings for Spending (Ideen: Luxus Sachen (Urlaube, Möbel, ein neues Auto, Waschmaschine, etc.) Hier kannst du auch das Polster für eine kaputte Spülmaschine drauf legen. Für mich sind hier auch monatliche Fitnessbeiträge mit drin).

PLAY = 10% (Das Geld haust du jeden Monat KOMPLETT auf den Kopf – Für dich! Geh mal aktiv spielen und GÖNN DIR!)

Give = 5% (Spenden. Gib entweder Zeit oder Geld, für mich fallen hier runter auch Geschenke an Freunde)

Edu = 10% (Education = Geld für deine Weiterbildung: Bücher, Hörspiele, Audible, Seminare, etc.)

3. ​Analyse deines aktuellen Verhaltens

Jetzt schaust du dir an wie dein bisheriges Ist Verhalten mit den angestrebten Soll % Sätzen übereinstimmt.

Das heißt du erkennst, an welchen Stellschrauben du jetzt drehen kannst um zukünftig mehr Geld zu sparen und vor allem auch deinen FFA Konto einzuzahlen!

Hier kommt jetzt wieder diese Tracking App ins Spiel. Du trägst ja jetzt jede Ausgabe unter dem bestimmten Konto in deine App ein und kannst damit über den ganzen Monat verfolgen, wie viel Restkontingent, du noch auf diesem Konto hast bzw wie deine Soll Ist Differenz ist.

Konkret heißt das sowas wie kann ich mir diesen Monat noch dieses Buch für education leisten?​ Oder kann ich noch feiern gehen unter PLAY?​

4. Kontenstruktur (angepasst auf dein jetzt Leben) – tatsächliche Umsetzung, mein Modell

Bei der konkreten Umsetzung der Kontenstruktur habe ich folgende Ideen für dich. Alles was du machen musst, ist ja jetzt für dich Verhaltensregeln definieren.

Meine sind folgende:

  • Mit Bargeld zahlen – Alle Lebensmittel, Kleidung, Restaurantbesuche zahle ich grundsätzlich mit Bargeld. Bargeld fühlt sich einfach mehr nach Geld an, als eine Giro oder Kreditkarte. Learning von Ludger Quante
  • Und ich lege alles Münzgeld und 5€ Scheine weg für mein physisches FFA Konto in meinem Zimmer
  • ​Ich habe für mich herausgefunden, dass sobald ich diese Ausgabe ​i​n meiner ​H​andy ​App tracke, das fast denselben Effekt hat, wie mit Bargeld zu bezahlen, mir wird also bewusst was ich da mache. Deshalb​ gehen auch online Buchungen und App tracking gut zusammen.​
  • HINTERFRAGEN – Brauche ich das jetzt wirklich, was ich hier aufs Band gelegt habe/kaufe?

Aktuell habe ich folgende Konten:

  • Hauptkonto Nec: DKB Giro
  • Unterkonto für Bargeld: DKB Visa (weltweites kostenloses Bargeld abheben)
  • Unterkonto LTSS: DKB-Visa-Tagesgeld
  • PLAY: Bar + getrackt unter PLAY
  • Edu: Bar oder falls über Amazon oder Onlinezahlung + getrackt unter Edu
  • Give: Sachspende oder Online – getrackt unter Give

Genauere Beschreibung

Das hier ist, wie ICH das 6er Modell umgesetzt habe. Das hier ist nur eine Idee, adaptier das bitte für dich und deine Bedürfnisse!

​Grundsätzlich arbeite ich sehr gerne mit der DKB als meiner Bank. Warum? Deshalb:

  • Sie haben eine sehr übersichtliche und gut funktionierende Handy-App haben mit der ich alle meine Überweisung mache.
  • Die Einrichtung von Daueraufträgen und automatisierten Überweisungen funktioniert einwandfrei.
  • Es hat tolle Bonusprogramme
  • Ich kann über die Handy App sogar noch PayPal und andere Konten in diese Übersicht mit einbinden.
  • Ich kann mich mit meinem Fingerabdruck auf dem Handy anmelden. Zeitersparnis!
  • Ich kann die Konten nach meinem Belieben umbenennen – also so wie die Jars.

Hauptkonto Nec 55%: DKB Giro

Darauf geht mein Gehalt ein und alle Versicherungen, Miete und weitere Fixkosten automatisch per Einzug, Dauerauftrag etc. ab. ​Es ist ja total okay, wenn ich alle Fixkosten von einem Konto abziehen lasse, das Tracking über meine App unter den verschiedenen Konten notiere. Es geht ja darum wie ich für mich definiert habe, von welchem Konto ich das Geld gedanklich abziehe. Geld ist im Endeffekt immer noch Geld.

DKB Info Link

Unterkonto Nec Bargeld: DKB Visa

Von meinem Hauptkonto Giro habe ich einen monatlichen Dauerauftrag (wähle deine Höhe) auf das DKB Visa Konto, damit ich immer bargeldflüssig bin. Dieses VISA Konto hat sich wirklich für mich bewährt und ich habe damit sehr gute Erfahrungen in mittlerweile allen Ländern der Welt gemacht. Vor allem weil in den allermeisten Ländern das Geld abheben mit der VISA Karte kostenlos ist und es überall VISA Automaten hat. Außerdem kann ich diese Karte ja wie eine ganz normale Kreditkarte benutzen.

Konkret heißt das, dass ich immer ca 100 bis 200 € in meinem Portemonnaie durch die Gegend trage. Dieses Geld gebe ich regelmäßig ab.

Unterkonto LTSS 10%/M:

2. DKB Giro Konto mit dazugehöriger DKB VISA zum Bargeldabheben

​Man kann bei der DKB problemlos ein Zweitkonto anmelden. Das hatte ich im Oktober schon mal gemacht und kann das jetzt einfach über die App umbenennen und es als mein LTSS Konto klassifizieren. Den Dauerauftrag von meinem Nec Hauptkonto auf das LTSS Konto richte ich jetzt neu ein. Die operative Handhabe ist also noch in der Testung. Ich werde diese Karte/n jetzt mit in den Urlaub nehmen oder damit eben meine größeren Spendings zahlen.
Außerdem lege ich hier drauf 2-3 Nettomonatsgehälter. Der Notfallgroschen eben (Auto/ Waschmaschine kaputt, etc.)

Falls ihr die DKB jetzt auch für euch entdeckt habt, dann nutzt doch gerne den Affiliate Link :). Dann darf ich auch ein bisschen mit passivem Einkommen spielen :). Sabrinas DKB Affiliate Link

Wenn ihr jetzt denkt, ich will euch hier was verkaufen – NEIN, will ich nicht. Ich empfehle grundsätzlich nichts, was ich nicht wirklich unterstütze. Die DKB macht mein Leben echt leichter. So muss Bank einfach funktionieren. Also die DKB ist echt eine gute Idee.

Unterkonto FFA 10%/M:

Girokonto IngDiba. Hier überweise ich automatisch am Anfang des Monats 10% meines Gehalts vom Hauptkonto aus drauf – per Dauerauftrag. FERTIG!

​Das Girokonto bei der IngDiba habe ich gewählt, weil ich nicht noch ein Konto bei der DKB eröffnen konnte und trotzdem schnell an mein Geld ran möchte. Ob ich jetzt ein Tagesgeldkonto oder ein Girokonto habe ist von den Zinsen her Moment eigentlich egal.

​Und wie gesagt,​ das ​IngDiba-konto habe ich unter meiner DKB Handy App hinzugefügt, sodass ich den aktuellen Kontostand immer mit einer App sehen kann.

Allgemeiner IngDiba Giro Konto Info Link

Sabrinas IngDiba Giro Konto Affiliate Link

Falls ihr lieber ein Extra Konto mit 2% Zinsen möchtet. Affiliate Link

Unterkonto Edu 10%

Für das Unterkonto Edu habe ich nicht als eigenes Konto, sondern dass tracke ich unter Edu in meiner Handy App. Dinge aus dem Laden bezahle ich in bar. Amazon oder Seminarkosten werden online abgebucht. FERTIG!

Unterkonto PLAY 10%

Hier gilt das gleiche wie für das Edu Konto.

Unterkonto Give 5%

​Ich bin in der luxuriösen Situation, genug Finanzmittel zu haben um wirklich Geld spenden zu können. Ansonsten würde ich Zeit Spenden. Ich spende demnächst jetzt auch wieder Sachspenden, die ich auch da ​runter tracken werde. Ich gestehe hiermit, dass ich bis jetzt noch nie etwas gespendet habe. Ich werde es jetzt zukünftig aber so machen, dass ich mir einmal im Monat eine Organisation aussuchen werde, der ich den Betrag aktiv überweisen werde. Das tracking läuft dann wie bei ​Edu und PLAY unter Give.

​5. Optional + sehr empfehlenswert: Dran bleiben über physische Glas Jars

Ich bin jemand, mir hilft das sehr, wenn ich einen visuellen Anker habe der mich regelmäßig daran erinnert, was ich für ein System für mich etabliert habe. Deshalb möchte ich dir auch empfehlen, dir einfach Einmachgläser auf die Fensterbank zu stellen, sie mit 6 Zetteln mit den einzelnen Konten Namen zu beschriften und immer ein kleines bisschen Geld im Monat da rein zu werfen. Ich schmeiße z.b. mein ganzes Münzgeld und meine 5 € Scheine direkt in meinen FFA Glas als zusätzliche Spar Einheit.
Am Ende des Monats  nehme ich mein Münzgeld und mein Scheingeld aus dem FFA Konto, zähle es  nehme und überweise den Betrag von meinem Giro DKB Hauptkonto auf mein FFA Konto. Das Münzgeld und die 5 € gebe ich dann als Bargeld im nächsten Monat wieder aus. Eine Alternative wäre, dass du dieses Münzgeld und die 5 € unter Give klassifiziert.

Fazit

Als abschließendes Fazit geht es also darum: werde dir erstmal über deine Ströme klar und dann tracke diese Ströme. Wenn du am Ende mit dieser geplanten Soll %-verteilung nicht zurecht kommst, dann kannst du die ja immer noch mal verändern.

Ich persönlich habe für mich gemerkt, dass ich Geld tracken muss, um darüber wirklich einen Überblick zu behalten. In anderen Lebensbereichen, wie z.b. Gewicht reicht es mir, das Ergebnis zu sehen. D​ieses Gefühl von Überblick habe ich bei Geld allerdings nicht. Oder weißt du noch, wieviel Geld du vorgestern genau ausgegeben hast? Kleiner Snack hier, Amazon da,…. Puff Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig.
Deswegen ​tracke ich es genau. Das macht mir auch ziemlich Spaß und keinen Stress. Schau mal für dich, wie du da so bist.​

Wenn sonst nix hängen bleibt, dann bitte das hier:

 

 Spare mind. 10% für deine finanzielle Freiheit.

Verschaff dir irgendeine Kontenstruktur, die für DICH wirklich klappt!

 


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Rise and glow!

Scheine Deine Werte nach außen und lebe vor was du dir wünschst!



Quellen:
Millionaire Mind Intensive Hamburg Juli 2018
Excel Tabelle von mir selber erstellt
Fotos von mir und pixabay